Hokkaidokürbis – prall, orange und schmackhaft

Hokkaidokürbis – prall, orange und schmackhaft

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und so ändert sich auch langsam mein Speiseplan. Ich liebe es, den Wechsel der Jahreszeiten durch die Veränderungen des Angebots auf dem Wochenmarkt deutlich zu sehen. Der fließende Übergang ist einzigartig. Für mich bedeutet der Beginn des Septembers, dass Gurken und Tomaten langsam Äpfeln, Birnen, Kürbis und Sonnenblumen weichen. Mit dem Farbenspiel und den Gerüchen ändern sich auch die Lebensmittel, die mich inspirieren.

Los geht es - die Kürbiszeit beginnt

Ich läute die Veränderungen des Angebots und den Beginn der Kürbiszeit mit einem Hokkaidokürbis ein. Natürlich frisch vom Wochenmarkt.

Von Anfang September bis Ende November kann er im Freiland geerntet werden. Das Ende der Erntezeit wird für ihn durch den ersten Frost eingeleitet. Denn auch wenn der Hokkaidokürbis auf den ersten Blick robust wirkt, ist Frost sein persönlicher Feind.

Nach der Ernte kann der Kürbis gut gelagert werden. Die Voraussetzung hierfür ist, dass der Stielansatz und die Haut unbeschädigt sind. Ist dies der Fall, kannst du den Kürbis bis zu zwei Monate an einem kühlen und dunkeln Ort lagern. Hast du keinen Platz in der Küche oder im Keller, um den Kürbis zu lagern, kannst du ihn auch zerkleinern und einfrieren. Bei Bedarf holst du dir dann die gewünschte Menge an Hokkaidokürbis aus dem Gefrierfach.

Hokkaido – perfekt, wenn es schnell gehen muss

Ich bin ein absoluter Hokkaido-Fan. Der Geschmack ist leicht nussig, aromatisch und einfach traumhaft. Ein entscheidender Faktor für mich ist, dass der Hokkaidokürbis nicht geschält werden muss. Das bedeutet, ich muss ihn nur abwaschen und nach dem Halbieren die Kerne entfernen. Schon ist er fertig für die Zubereitung. Daher ist der Hokkaidokürbis meine erste Wahl, wenn es schnell gehen muss.

Kulinarisch leite ich die Kürbiszeit mit einer Kürbissuppe ein. Bei der Zubereitung dieser Suppe zieht ein atemberaubender Duft durch die Küche, ein Vorbote für den intensiven Geschmack der Suppe. Sobald die Suppe in der Schüssel ist und mit ihrer kräftigen orangenen Farbe sowie ihrem betörenden Geruch die Sinne umspielt, ist der goldene Herbst in der Küche angekommen.

Für mein aktuelles Lieblingsrezept brauche ich nur wenige Zutaten. Mit Schneiden, Kochen und allem Drum und Dran habe ich nach etwa 40 Minuten einen großen Topf Kürbissuppe.

Das brauche ich:

  • 1 Hokkaidokürbis (ca. 1 kg)
  • 2 mittelgroße mehlige Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2 TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • 1 TL Kurkuma
  • Gemüsebrühe (z. B. in Pulverform)
  • Neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
  • Salz und Pfeffer

So mache ich es

Ich schneide die Zwiebeln in kleine Würfel. Den Kürbis und die geschälten Kartoffeln würfle ich grob. Die Würfel müssen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern lediglich ähnlich groß werden. So werden sie gleichzeitig fertig. Die Optik ist nicht entscheidend, da die Suppe am Ende püriert wird.

Dann erhitze ich das Öl im Topf und brate Kumin und Kurkuma kurz darin an. Anschließend gebe ich die Zwiebelwürfel dazu und brate diese glasig an.

Jetzt gebe ich die Kürbis- und Kartoffelwürfel in den Topf und brate auch diese kurz an. Anschließend lösche ich alles mit Gemüsebrühe ab. Wie viel ich hierfür nehme, ist davon abhängig, wie dickflüssig ich die Suppe haben möchte. Ich beginne meistens mit 2 Litern. Weil nachschütten geht immer.

Und ja, ich rühre Bio-Gemüsebrühepulver aus dem Glas mit heißem Wasser an. Ich würde gerne auch mal wieder selbst Gemüsebrühe machen. Aber alles auf einmal geht nicht. Kommt bestimmt bald mal wieder.

Weiter mit der Suppe. Jetzt lege ich den Deckel auf den Topf und lasse alles bei mittlerer Hitze köcheln. Zwischendurch rühre ich um.

Nach ca. 15 Minuten steche ich mit der Gabel in ein Stück Kartoffel und Kürbis. Sind sie weich, nehme ich die Suppe vom Herd und püriere sie.

Abschließend würze ich mit Salz und Pfeffer. Ist mir die Suppe noch zu dickflüssig, gebe ich nochmal Gemüsebrühe dazu. Alles gut umrühren und ab damit in die Suppenschüssel.

Und jetzt heißt es Löffel für Löffel genießen.

Falls von der Suppe etwas übrig bleibt, kann sie perfekt in passenden Portionen eingefroren werden. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass der Topf in den meisten Fällen leer gegessen wird.

 

Ach ja, auch dieses Mal ist von der Suppe nichts zum Einfrieren übrig geblieben. Der nächste Markttag kann kommen und ein Hokkaidokürbis kommt da auf jeden Fall in den Korb.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lischen

    Sehr schöne Fotos. Sieht sehr lecker aus. Probiere ich auch bald mal aus 😍

    1. Katharina

      Danke für das Kompliment. 😉 Lass es dir schmecken, wenn du das Rezept ausprobierst!

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